Hans-Preuße-Archiv

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Georg Buß ist offizieller Nachlassverwalter von Hans Preuße und betreibt und verwaltet auch das Archiv des recht umfangreichen Lebenswerkes Preußes. Dieses Lebenswerk umfasst Grafiken, Bilder, Gemälde, Scherenschnitte, sowie sämtliche Schriften und Studien.

Ausführliche Informationen zu Preußes Werken finden Sie auf:

hans-preusse.at

Hans Hermann Arno Preuße, geb. am 5. November 1918 in Dresden; † 29. September 1991 ebenda, war ein deutscher Grafiker und Maler, Illustrator zahlreicher Bücher und Baumforscher.

Nach dem Realschulabschluss begann Hans Preuße im Oktober 1935 das Studium der Gebrauchsgrafik an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden. Sein Professor in der Abteilung Grafik war Arno Drescher, der ihn förderte und 1938 zum Meisterschüler ernannte. Zugleich nahm Preuße privaten Malunterricht bei Karl August Breitfeld (1902–1977). Durch die Einberufung in die Wehrmacht musste er sein Studium September 1939 beenden. Es folgten sieben Jahre Kriegsteilnahme und russische Gefangenschaft, aus der er im Herbst 1946 zurückkehrte. Durch die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 verlor Preuße sein Hab und Gut, in weiterer Folge davon auch seine Frau. Er fand bald wieder Arbeit in seinem erlernten Beruf als Grafiker, und zwar, nach seinen eigenen Angaben, ab 1947 eine 37-jährige freie Mitarbeit als Illustrator populärwissenschaftlicher und Fachbücher im Neumann Verlag in Radebeul. Mit dem Verleger Martin Schönbrodt Rühl zusammen entwickelte er Bücher, in denen der Zeichnung breiter Raum gegeben wurde. Diese reich illustrierten Bücher waren zum Teil in vielen und hohen Auflagen auf dem Markt und auch über den deutschsprachigen Raum hinaus weit verbreitet, in der DDR jedoch schwer zu erhalten. Unter anderen „Rat für jeden Gartentag“ mit etwa 1.200 Zeichnungen, Gesamtauflagenhöhe bis jetzt 1,5 Millionen Exemplare; „Orchideen pflegen vermehren züchten“, das außer bei uns von den USA über England bis Australien aufgelegt wird; exportintensiv sind auch „Aquarienpraxis kurz gefaßt“ und „400 Ratschläge für den Hundefreund“, beide in vielen Sprachen. Die Themen spannen sich von „Zimmerpflanzen“, „Rosen“ bis zu „Obstbau“ und „Forstwirtschaft“,- von „Bienen“ über „Terrarien“ bis zu „Schwein“ und „Rind“. Jedes mal war ein intensives Eindenken in das jeweilige Fachgebiet notwendig, bevor das Inhaltliche methodisch und anschaulich in Bildfolgen oder als Ratschlagillustration umgesetzt werden konnte. In der Regel wurden die Bildunterlagen im unmittelbaren Kontakt mit dem Objekt geschaffen. Im Jahr 1952 schloss Preuße eine zweite Ehe.

Nach Beendigung der Berufsarbeit und Ausheilung eines Herzinfarktes im Januar 1984 beschloss Preuße seine gesammelten umfangreichen Materialien, Aufzeichnungen und Erkenntnisse aufzubereiten und der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Aus der intensiven beruflichen Beschäftigung mit Obst- und anderen Bäumen entwickelte Preuße im Laufe der Jahre neue Gesichtspunkte, die er in einem eigenen Buch veröffentlichen wollte. Dazu kam er nicht mehr; am 29. September 1991 verstarb er an einem zweiten Herzinfarkt.

(Quelle: Wikipedia/Georg Buß)

 

„Der Baum“

Georg Buß – Hans Preuße

 

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